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| Die Luft bleibt weg |
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Bei Asthma besteht eine erhöhte Empfindlichkeit der Atemwege gegenüber verschiedenen Reizen. Asthma ist nicht ansteckend und die Veranlagung für Asthma wird genetisch vererbt. Die Ursache für Bronchialasthma sind allergische Reaktionen, psychische Einflüsse und wiederkehrende Infektionen der Luftwege. Bei einem akuten Asthma-Anfall bekommen Patienten keine Luft mehr: Die Muskulatur der Atemwege verkrampft sich, die Schleimhäute schwellen an und produzieren vermehrt Schleim.
Dadurch verengen sich die Bronchien zu einer Art Ventil: Der Patient kann zwar noch einatmen, aber das Ausatmen fällt ihm schwer. Der Brustkorb bläht sich auf und für frischen Sauerstoff ist immer weniger Platz in den Lungen. Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten sind die Folge. Weil die Luft nicht mehr frei zirkulieren kann, kommt es zu dem typischen Pfeifgeräusch.
Wer nicht mehr genügend Luft kriegt ( erkennt man sehr leicht an den blauen Lippen und schweißnasser Haut ), gerät schnell in Panik. Darum ist es für Patienten und ihre Umgebung wichtig, im Notfall sicher zu reagieren. Informieren Sie als Asthmatiker bzw. als Eltern eines asthmakranken Kindes Freunde, Familienangehörige, Kollegen oder Lehrer darüber, wie sie bei einer Asthma-Attacke helfen können. In vielen Fällen können Sie Asthma-Anfälle verhindern, wenn Sie regelmäßig den Peak-Flow messen ( Spitzengeschwindigkeit der ausgeatmeten Luft - gemessen mit einem Peak-Flow-Meter ) und sich an das Ampelschema ( Werte des Peak-Flow-Meters im roten, gelben und grünen Bereich ) halten.
Status asthmaticus
Dauert ein Asthmaanfall trotz der Gabe von Medikamenten mehrere Stunden an, so spricht man von einem Status asthmaticus. Er ist ein Notfall. Die Betroffenen müssen unbedingt sofort in ein Krankenhaus. Als Alarmzeichen für eine Verschlechterung bei einem schweren Asthma-Anfall kann das Leiser werden der Atemgeräusche angesehen werden.

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| Erkennen eines Anfalles |
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- Atemnot
- Beklemmungsgefühl
- Stechen im Brustkorb
- Pfeifende oder keuchende Geräusche im Brustkorb
- Erschwerte, brodelnde oder ziehende Atmung
- trockener Husten bei körperlicher Anstrengung
- Blaue Lippen und schweißnasse Haut

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| Was Sie als Asthmatiker selbst tun können |
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- Versuchen Sie ruhig zu bleiben.
- Inhalieren Sie einen Sprühstoß Ihres Bedarfsmedikamentes , wie dies von Ihrem Arzt in Ihrem persönlichen Notfallplan empfohlen wurde. Wiederholen Sie diesen Vorgang wie angegeben, in der Regel zwei- bis viermal.
- Lockern Sie Kleidung, die Sie einengt.
- Wenden Sie spezielle Techniken an, die Ihnen das Atmen erleichtern:
- Kutschersitz: Stützen Sie sich mit den Armen auf den Oberschenkeln oder auf einer Tischplatte ab, damit der ganze Brustkorb das Ausatmen unterstützen kann.
- Lippenbremse: Atmen Sie so langsam wie möglich gegen den Druck Ihrer locker geschlossenen Lippen aus. Dabei blähen sich die Wangen etwas auf. Bei dieser Technik wird der Atemstrom abgebremst und die Bronchien bleiben geöffnet.
- Verschlechtert sich das Befinden trotz dieser Maßnahmen, inhalieren Sie erneut Ihr Notfallspray. Schlucken Sie zusätzlich eine Kortisontablette, wenn dies von Ihrem Arzt in Ihrem persönlichen Notfallplan empfohlen wurde.
- Wenn auch das nicht hilft, verständigen Sie den Notarzt.
In einer Asthmaschulung lernen Sie, wie Sie sich im Notfall zu verhalten haben. Auch die unterschiedlichen Atemtechniken werden geübt. Wenn Sie erste Anzeichen von Atemnot bemerken, sollten Sie den Peak-Flow messen. Je nach Wert sollten Sie dann Ihre Medikamentendosis anpassen oder zum Arzt gehen. Denn in vielen Fällen gehen Warnsyptome wie beispielsweise vermehrtes Husten oder Atemnot dem eigentlichen akuten Anfall voraus.

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| Wie Sie einem Asthmatiker im Notfall helfen können |
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- Beruhigen Sie den Patienten und bringen Sie ihn in eine ruhige Umgebung. Schützen Sie ihn vor Anstrengung und Stress.
- Bringen Sie den Patienten in eine aufrechte und bequeme Körperhaltung
- Unterstützen Sie ihn dabei, seiner Notfallpräparate einzunehmen.
- Erinnern Sie Ihn an spezielle Techniken wie die Lippenbremse und den Kutschersitz.
- Geht es dem Patienten zunehmend schlechter, helfen Sie ihm, erneut Notfallspray zu inhalieren und zusätzlich eine Kortisontablette zu schlucken.
- Sorgen Sie für frische Luft (öffnen Sie das Fenster). Beachten Sie, dass der Betroffene dabei nicht zusätzlichen Allergenen wie Abgasen oder Pollen ausgesetzt wird.
- Wenn sich keine Besserung einstellt, rufen Sie einen Notarzt.
Wenn Sie in Ihrer Umgebung (Familie, Arbeitskollegen) einen Asthmatiker haben, informieren Sie sich in einem Gespräch mit dem Betroffenen selbst über die Erkrankung und die Therapie, um im Notfall richtig Erste Hilfe leisten zu können.
Quellen
Nationale Versorgungs-Leitlinien Asthma

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