Großbrand Linthalkrämerhof

Am 11.07.2010, um 10.08 Uhr, wurde ein Gebäudebrand beim Linthalkrämerhof in Kirchberg in Tirol gemeldet. Beim Brandobjekt handelte es sich um ein höher gelegenes landwirtschaftliches Anwesen, einen mehrere hundert Jahre alten Bauernhof, der Stall war mit 1600 datiert. Aufgrund der relativ langen Anfahrt, keiner Feuermauer und fehlenden Löschwasserkapazitäten im näheren Umfeld könnte der Brand nicht mehr rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden. Es musste eine Distanz von mehr als 3.500 Meter mittels Schläuchen zwischen Brandobjekt und dem tiefer gelegenen Bach bewältigt werden. Hinzu kam noch eine enorme Bruthitze welche die Arbeiten zusätzlich erschwerte. 

 

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Großbrand Linthalkrämerhof PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Egger Thomas   
Sonntag, den 11. Juli 2010 um 00:00 Uhr

Am 11.07.2010, um 10.08 Uhr, wurde ein Gebäudebrand beim Linthalkrämerhof in Kirchberg in Tirol gemeldet. Beim Brandobjekt handelte es sich um ein höher gelegenes landwirtschaftliches Anwesen, einen mehrere hundert Jahre alten Bauernhof, der Stall war mit 1600 datiert. Aufgrund der relativ langen Anfahrt, keiner Feuermauer und fehlenden Löschwasserkapazitäten im näheren Umfeld könnte der Brand nicht mehr rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden. Es musste eine Distanz von mehr als 3.500 Meter mittels Schläuchen zwischen Brandobjekt und dem tiefer gelegenen Bach bewältigt werden. Hinzu kam noch eine enorme Bruthitze welche die Arbeiten zusätzlich erschwerte. 

 

 
Brand Linthalkrämerhof - 11.07.2010


 

   
   
  Einsatzdatum
11.07.2010
  Einsatzzeit
10:08 Uhr
  Einsatzort:
Kleinseite 35, Kirchberg in Tirol
  Ursache:
technischer Defekt
  Verletzte:
0 Verletze Personen
  Mannschaftsstärke
176 Mann
  Einsatzdauer: 20 Stunden
 
       

Glücklicherweise war das Vieh auf der Alm und der Stall dadurch leer. Nur noch ein paar Kleintiere, unter anderem der Hase „Hansi“, mussten von den Flammen gerettet werden. Es befanden sich die Feuerwehren von Kirchberg in Tirol, Aschau, Brixen im Thale, Reith bei Kitzbühel und Kitzbühel mit 21 Fahrzeugen, 2 Kränen und 176 Einsatzkräften im Einsatz. Trotz aller Bemühungen brannte der Hof bis auf die Grundmauern nieder. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Die drei Bewohner des Hofes, der Bauer, seine Gattin und der gemeinsame Sohn wurden durch den Brand nicht verletzt. Bürgermeister Helmut Berger kümmerte sich sofort um die obdachlose Familie und organisierte eine Unterkunft sowie Verpflegung. Vater und Sohn sind vorübergehend im Gasthaus oberhalb des Hofes untergebracht. Die Bäuerin hat Unterschlupf bei der im Dorf lebenden Tochter gefunden. Einige Kleidungsstücke erhielt die Familie noch am selben Tag aus der Kirchberger Bevölkerung. Kontakt mit verschiedenen Organisationen wie Caritas, Sozial- und Gesundheitssprengel und Bauernschaft wurde ebenfalls aufgenommen.

Am Montag war das Brandermittlerteam rund um Andreas Wurm vom Landeskriminalamt vor Ort und suchte nach Hinweisen. „Aufgrund der Zerstörungen sind die Ermittlungen sehr schwierig“, räumt Andreas Wurm ein. Die Ermittler gehen von einem technischen Defekt im Wohnbereich aus. Möglicherweise ist der Brand im Dachbodenbereich ausgebrochen. Brandstiftung ist unwahrscheinlich.

Die Gemeinde hat bereits ein Spendenkonto eingerichtet. Wer der leidgeprüften Bauernfamilie finanziell helfen will, kann das bei der Raiffeisenbank Kitzbühel, Bankstelle Kirchberg, unter der Kontonummer 6090617, BLZ 36263, Kennwort „Gemeinde Kirchberg, Spendenkonto Wallner“ tun.

Die Brandwache wurde am 12.07.2010 um 06:00 Uhr früh beendet.

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Juli 2010 um 18:00 Uhr