Großbrand Linthalkrämerhof

Am 11.07.2010, um 10.08 Uhr, wurde ein Gebäudebrand beim Linthalkrämerhof in Kirchberg in Tirol gemeldet. Beim Brandobjekt handelte es sich um ein höher gelegenes landwirtschaftliches Anwesen, einen mehrere hundert Jahre alten Bauernhof, der Stall war mit 1600 datiert. Aufgrund der relativ langen Anfahrt, keiner Feuermauer und fehlenden Löschwasserkapazitäten im näheren Umfeld könnte der Brand nicht mehr rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden. Es musste eine Distanz von mehr als 3.500 Meter mittels Schläuchen zwischen Brandobjekt und dem tiefer gelegenen Bach bewältigt werden. Hinzu kam noch eine enorme Bruthitze welche die Arbeiten zusätzlich erschwerte. 

 

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Personensuche Kirchberg in Tirol PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Egger Thomas   
Samstag, den 03. Juli 2010 um 00:00 Uhr

Zum Vergrößern anklickenAm Samstag, den 03.07.2010, wurde die Feuerwehr Kirchberg und Aschau sowie die Bergrettung  Kirchberg  und die Wasserrettung des Bezirkes Kitzbühel zu einer Personensuche gerufen. Innerhalb weniger Sekunden konnte die FF-Kirchberg bereits ausrücken, da in diesem Moment gerade ein Bewerbstraining stattfand. Die ersten Informationen zur Person an uns waren: männlich, 9 Jahre alt, nur mit einer grauen Badehose bekleidet und ortskundig. Als letzter bekannter Aufenthaltsort des jungen Burschen war der Waldspielplatz (BMX-Bahn) in Obwiesen gegen 15 Uhr genannt worden.

 

 
Personensuche "Phillip" - 03.07.2010


 

   
   
  Einsatzdatum
03.07.2010
  Einsatzzeit
19:25 Uhr
  Einsatzort:
Seisslboden 1, Kirchberg in Tirol
  Ursache:
keine Angaben
  Verletzte:
0 Verletze Personen
  Mannschaftsstärke
36 Mann
  Einsatzdauer: 2 Stunden
 
       

Das erste Hauptaugenmerk galt sofort der Spertentaler Ache um Schlimmeres noch verhindern zu können. Der erste Suchtrupp fuhr sofort in Richtung Aschau bis zum Gasthaus Schirast und durchsuchte talauswärts das gesamte Bachgebiet bis zur Schottergrube. Hier wurde die Suchmannschaft anschließend durch weitere Truppen verstärkt und das Gebiet ausgeweitet. An dieser Stelle wurde bereits begonnen umliegende Hausbewohner über die Lage zu informieren und gebeten Auffälligkeiten sofort zu melden. Zeitgleich erkundeten die nachgerückten Einheiten den restlichen Bachverlauf bis zur Mehrzweckhalle. Die ebenfalls alarmiert Feuerwehr Aschau wurde mit dem Suchgebiet Gasthaus Schirast in Richtung Aschau vertraut. Somit konnte sicher gestellt werden, dass der gesamte Einzugsbereich der Spertentaler Ache abgedeckt war. Die Wasserrettung erkundete in derselben Zeit alle gefährlichen Strudel und offene Rohre entlang des Bachbettes. Glücklicherweise konnte hier relativ rasch Entwarnung gegeben werden. Die Bergrettung Kirchberg beteiligte sich mit speziell ausgebildeten Suchhunden im Waldgebiet an der Aktion.

 Nach zirka 15 Minuten Einsatzzeit konnten weiteren Informationen zur abgängigen Person eruiert werden. Daraufhin wurde als nächstes Hauptaugenmerk das Dorfgebiet in die Suche eingeschlossen. Mit einem abgedruckten Foto sowie dem Namen „Phillip“  machten sich wiederum Suchtrupps ins Kirchberger Dorfzentrum auf. Spickzettel wurden in diversen Hotels und an sämtliche Taxifahrer weitergegeben mit der Bitte alle Augen und Ohren offen zu halten. Etwa Zeitgleich kam bereits eine erste Meldung per Funk herein, die vermisste Person sei gefunden. Leider stellte sich dies sehr rasch als zu frühe Entwarnung dar. Der gefundene Bursch hatte unglücklicherweise ebenfalls  eine graue Badehose an und hörte auch auf den Namen Phillip. Zügig legte sich die zuvor aufgekommene Euphorie wieder und sie Suche wurde fortgesetzt. Immer wieder kamen Hinweise aus der Bevölkerung zu uns durch aber diese führten leider nur ins Leere. Nach ziemlich genau zwei Stunden Suche kam dann der endgültige und erleichternde Funkspruch herein, dass die Person gefunden wurde. Als Fundort wurde der Bachverlauf unterhalb der Talstation Pengelstein 1 gemeldet. Um nicht gleich wieder ein Missverständnis auszulösen wurde der Junge von der FF-Aschau zum Gerätehaus der Feuerwehr Kirchberg gebracht. Dort angekommen konnte innerhalb kürzester Zeit die Identität bestätigt werden und große Erleichterung brauch aus. Der Junge wurden den aufgelösten Eltern unversehrt übergeben und der Einsatz konnte erfolgreich beendet werden (21:25 Uhr).

Als wir den Burschen fragten, was er dort  gemacht bzw. gesucht hatte, kam mit fröhlicher und gutgelauter Stimme folgendes aus seinem Mund: „Ich habe Schnecken eingesammelt“ und präsentierte uns stolz seinen Plastikbecher voller Nacktschnecken. Nach diesem Satz kam jedem Beteiligten ein kleines Grinsen über die Lippen und alle Mühen, Aufwände und Sorgen waren schon vergessen. Wir wünschen Phillip an dieser Stelle alles Gute! Allen Tierliebhaber sei zum Schluss noch gesagt, dass den Schnecken die Freiheit wieder geschenkt wurde ;-)

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Juli 2010 um 10:42 Uhr