Kaminbrand Einfamilienhaus

Am 23.06.2011 wurde die Feuerwehr zuerst mittels Stiller Alarmierung zu einem Gebäudebrand eines Einfamilienhauses gerufen. Da jedoch genau zu dieser Zeit der Brixentaler Antlaßritt stattgefunden hat, wurden die Teilnehmer und Zuschauer zusätzlich durch die Sirene auf den Feuerwehreinsatz aufmerksam gemacht. Durch diesen Schachzug konnte die Mitglieder zügiger zum Gerätehaus und von dort zum Einsatzobjekt gelangen. Bei Ankunft trat schon starker Rauch aus allen Ecken des Hauses aus.

 

 

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Flashover PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Egger Thomas   
Sonntag, den 04. Mai 2008 um 13:15 Uhr
Überblick
  "Flash-Over" und "Roll-Over"
Roll - Over
Flash - Over
Dokumente und Videos

 

 

 

"Flash-Over" und „Roll-Over“

 

 
Bsp.: Fetter_Flashover
 
Bsp.: Verzögerter_Flashover

 

Der Flashover (je nach Schreibweise auch Flash-Over, Flash-over, F/O genannt) bezeichnet den Übergang vom Entstehungsbrand zum Vollbrand durch das Zünden aller brennbaren Oberflächen im Raum durch die Strahlungswärme der Rauchgasschicht. Die Definition der Internationalen Organisation für Normung für den Flashover lautet: „Der schnelle Übergang aller Oberflächen brennbarer Materialien eines Raumes hin zu einem Feuer.“ Im Brandschutzingenieurwesen wird er als Grenze zwischen der Entstehungsphase (Pre-Flashover) und dem Vollbrand (Post-Flashover) eines Zimmerbrandes beschrieben.

Eine Rauch(gas)durchzündung (engl. roll-over ) ist das plötzliche Durchzünden und Abbrennen so genannter Pyrolysegase . Dieses Gasgemisch entsteht durch Hitzeeinwirkung oder Verbrennung. Bei einer Rauchgasdurchzündung, primär in dedizierten Räumen, ist genug Sauerstoff für die Zündung vorhanden. Dies unterscheidet die Rauchdurchzündung von der Rauchgasexplosion (Backdraft), für dessen Entzündung dem Rauchgas zunächst weiterer Sauerstoff zugeführt werden muss. Hauptbestandteile des Rauchgases sind Pyrolysegase.

Verwechslungen

Im Internet und teilweise auch in der Ausbildung der Feuerwehren wird der Begriff Flashover fälschlicherweise mit dem Begriff Rauchgasdurchzündung (engl. rollover) gleichgesetzt. Bei der Rauchgasdurchzündung handelt es sich lediglich um das Verbrennen unpyrolisierter Gase einer Rauchschicht, beim Flashover (F/O) um schlagartiges Entzünden aller brennbaren Oberflächen im Raum.

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Roll - Over

Entstehung:

Es entwickelt sich ein Feuer und heizt, bei ausreichend vorhandenem Sauerstoff, den Raum und seine Bestandteile auf, so dass sich Pyrolysegase bilden (Holz und Kunststoffe „gasen“ brennbare Stoffe aus). Diese werden thermisch aufbereitet.

Vollbrandphase:

Hier kann es bei Erreichen des Zündpunkts zur Rauchgasdurchzündung und im Anschluss zur Vollbrandphase, u.a. mit Flammenschlag aus den Fenstern, kommen. Der gesamte Raum steht ab diesem Zeitpunkt schlagartig in Flammen.

Pyrolysegas - Was ist das???

Bsp.: Rollover

Pyrolysegase entstehen, wenn ein Stoff soweit erhitzt wird, dass er brennbare Gase absondert. Beispiele für Pyrolysegase sind der beißende gelb-weiße Qualm eines Lagerfeuers , ähnlicher Rauch bei Strohfeuern oder der Rauch nach dem Auspusten einer Kerze . Dieser Rauch (Gas- und Teilchengemisch) ist brennbar, was etwa bei Kerzen leicht zu beobachten ist, wenn man ein brennendes Streichholz wenige Zentimeter von dem noch rauchenden Docht entfernt hält. Pyrolysegase entstehen sehr viel leichter in Möbeln, seitdem viel mehr Kunststoff eingesetzt wird.

Diese Pyrolysegase sind sehr heiß und sammeln sich im oberen Teil des Raumes, erhitzen durch ihre Hitze auch andere Gegenstände und veranlassen sie ebenfalls, Pyrolysegase freizusetzen. Diese Gase sind leicht brennbar. Wird nun der Raum geöffnet, strömt frische Luft mit Sauerstoff hinein, und es entsteht ein zündfähiges Gemisch. Durch den bereits brennenden Raum wird das Gemisch entzündet, und die Umgebung erhitzt sich sprunghaft. Durch diese enorme Hitze und den plötzlich auftreten Druckanstieg zerbersten sogar Fenster. Weiterhin dehnt sich der Brand flächenmäßig sehr stark aus.

Deswegen sollten geschlossene Räume, in denen ein Feuer herrscht, nicht von ungeschützten und nicht ausgebildeten Menschen geöffnet werden. Aber auch für Mitglieder der Feuerwehr stellt eine Rauchdurchzündung eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, da Temperaturen von weit über 1000 °C entstehen können.

Die Phänome "Roll-Over" und "Flash-Over" treten bei jedem größeren Brand in geschlossenen Räumen auf, der die Entstehungsphase überschreitet.

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Flash - Over

Definition:

Bsp.: Magerer_Flashover

Allgemeines Kriterium für den Flashover ist der Anstieg der Raumtemperatur auf 500 - 600 °C, eine Wärmestromdichte (der Flammen und des Rauches) von 15 bis 20 kW/m² oder herausschlagende Flammen aus den Raumöffnungen. Je nach Ventilierung und Brandlast kommt es zwischen 10 und 15 Minuten zum Flashover.

 

 

 

Entstehung:

Bsp.: Umgekehrter_Flashover

In der Entstehungsphase brennen zunächst Einrichtungsgegenstände (z. B. Sofa, Tisch, Möbel) und bilden Verbrennungsgase und Pyrolysegase. Kann der entstandene Rauch nicht durch Raumöffnungen abgeführt werden, kommt es zu einem Wärmestau an der Decke. Die stark erwärmte Rauchschicht strahlt nun auf die gesamten Einrichtungsgegenstände eine immer weiter steigende Wärmestrahlung aus. Zeitgleich steigt die Temperatur im gesamten Brandraum. Die Oberflächen der noch nicht brennenden - aber brennbaren - Gegenstände pyrolisieren aus und zünden dann bei 15 bis 20 kW/m² Wärmestromdichte (siehe auch Solarkonstante ) oder einer Rauchgastemperatur von 500 - 600 °C schlagartig ohne Zündflamme. Die horizontale Flammenausbreitungsgeschwindigkeit im Raum (Entzünden weiteren Materials durch bereits brennende Gegenstände) beträgt dann etwa 10 m/min. Das Resultat ist ein Vollbrand des Raumes und Temperaturen von etwa 1000 °C.

 

Pre- und Post Flashover

Bsp.: Verlagerter_Flashover

Der Pre-Flashover bezeichnet den Zustand vor dem Flashover in der Brandentwicklungsphase. Dort ist ein Überleben für Personen und das Vorgehen eines Atemschutzstrupps noch möglich. Der Post-Flashover bezeichnet den Zustand nach dem Flashover (Vollbrand), es herrschen Temperaturen von teilweise über 1000 °C. Aufgrund des Vollbrandes und der großen freiwerdenden Energiemengen während dieser Phase ist ein Überleben nur kurz oder gar nicht mehr möglich. Auch moderne Schutzkleidung eines Feuerwehrmannes kann in diesem Moment nur für wenige Sekunden vor schweren Verbrennungen schützen.

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Dokumente und Videos

 

Dokumente von www.atemschutz.org zu diesem Thema:
fetter flashover .pdf (90 KB)
magerer flashover .pdf (90 KB)
umgekehrter flashover .pdf (90 KB)
verlagerter flashover .pdf (90 KB)
verzögerter flashover .pdf (90 KB)

 

Videos zu Flash Over auf You Tube:

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. Dezember 2009 um 16:16 Uhr