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Hinweis:
Auszug aus dem Wikibook "Erste Hilfe" auf http://de.wikibooks.org/wiki/Erste-Hilfe
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"http://de.wikipedia.org/wiki/Koronare_Herzkrankheit"
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| Was ist ein Herzinfarkt |
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Der Herzinfarkt (medizinisch Myokardinfarkt) ist eine der häufigsten Herzerkrankungen. Die Ursache ist der plötzliche Verschluss einer Herzkranzarterie, die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Der Herzinfarkt , Herzanfall oder Myokardinfarkt ist eine akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens. Es handelt sich um Absterben oder Gewebsuntergang ( Infarkt ) von Teilen des Herzmuskels auf Grund einer Durchblutungsstörung, die in der Regel länger als 20 Minuten besteht.
Leitsymptom des Herzinfarktes ist ein plötzlich auftretender, mehr als 20 Minuten anhaltender und meist starker Schmerz im Brustbereich, der in die Schultern , Arme , Unterkiefer und Oberbauch ausstrahlen kann. Er wird oft von Schweißausbrüchen, Übelkeit und evtl. Erbrechen begleitet. Allerdings treten bei etwa 25 % aller Herzinfarkte nur geringe oder keine Beschwerden auf. In der Akutphase eines Herzinfarktes treten häufig gefährliche Herzrhythmusstörungen auf. Auch kleinere Infarkte führen nicht selten über Kammerflimmern zum Sekundenherztod , etwa 30 % aller Todesfälle beim Herzinfarkt ereignen sich vor jeder Laienhilfe oder medizinischen Therapie.

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| Ursachen und Symptome |
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Ursache
Wird ein Herzkranzgefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft, wird die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr unterbrochen. Gelingt es nicht, das verschlossene Gefäß innerhalb weniger Stunden zu eröffnen, stirbt der von diesem Gefäß versorgte Herzmuskel ab.
Welche Symptome treten bei einem Herzinfarkt auf?
- Schmerzen in der linken Brust - Ausstrahlen der Schmerzen in den linken Arm, den Rücken, den Oberbauch oder in den Kieferbereich möglich
- Todesangst
- Atemnot
- Blasse Hautfarbe
- Kalter Schweiß auf der Stirn
- Der Herzinfarkt kann auch schmerzlos verlaufen, vor allem bei älteren Menschen und Diabetikern. Die Symptome sind wie oben genannt.
Die meisten Patienten klagen über Brustschmerzen unterschiedlicher Stärke und Qualität. Typisch ist ein starkes Druckgefühl hinter dem Brustbein oder Engegefühl im ganzen Brustkorb (als ob „jemand auf einem sitzen würde“). Auch stechende oder reißende Schmerzen werden beschrieben. Die Schmerzen können in die Arme, den Hals, die Schulter, den Oberbauch oder den Rücken ausstrahlen. Oft wird von einem „Vernichtungsschmerz“ gesprochen, der mit Atemnot , Übelkeit und Angstgefühl („Todesangst“) einher geht.
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rot: häufig und stark
rosa: selten oder ausstrahlend
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| Erste Hilfe bei Herzinfarkt |
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Die ersten Minuten und Stunden eines Herzinfarktes sind für den Patienten von entscheidender Bedeutung. Innerhalb der ersten Stunde (der so genannten goldenen Stunde oder golden hour ) bestehen gute Aussichten, den Gefäßverschluss durch eine Lysetherapie oder Herzkatheterbehandlung fast vollständig rückgängig zu machen. Daher steht die unverzügliche Alarmierung des Rettungsdienstes an erster Stelle für Laien.
Die Gefahr des Herzstillstandes durch Kammerflimmern ist in der ersten Stunde am größten. Nur durch eine rasch einsetzende Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Ersthelfer und Rettungsdienst kann in diesem Fall der Tod oder schwere Schäden durch Sauerstoffunterversorgung des Gehirns verhindert werden. Durch eine Defibrillation durch den Notarzt oder mittels eines öffentlich zugänglichen automatisierten externen Defibrillators, der durch Laien bedient werden kann, besteht die Möglichkeit, dass das Kammerflimmern gestoppt wird und sich wieder ein stabiler Eigenrhythmus einstellt.
Lagerung bei Bewusstsein
- 1. Oberkörper hoch lagern – dadurch wird das Herz entlastet (Stuhl mit Rückenlehne und Armstützen, auf den Boden setzen mit dem Rücken an einer Wand anlehnen).
- 2. Rettungsdienst alarmieren – Verdacht auf Herzinfarkt äußern
- 3. Beruhigend zusprechen und in Unmittelbarer Nähe bleiben um dem Betroffenen die Angst zu nehmen.
- 4. Beengende Kleidung öffnen.
- 5. Sorgen Sie für genügend Frischluft.
- 6. Den Betroffenen warm halten.
- 7. Bei Bewusstlosigkeit den Betroffenen in stabile Seitenlage bringen und den Puls tasten.
- 8. Bei Herz-Kreislauf-Stillstand Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen.
- 9. Atemwege freihalten, vorhandene Zahnprothese entfernen.

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| Verwendung eines Defibrilators |
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Symbolfoto
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Der Defibrillator ist ein Gerät, mit dem man einen Elektroschock auslösen kann, um eine Herzrhythmusstörung (z. B. Kammerflimmern) zu beenden.
Seit einigen Jahren gibt es auch Defibrillatoren, die durch Laien zu bedienen sind. Diese sind sehr einfach zu bedienende Geräte, welche gefahrlos sowohl für den Benutzer als auch für den Patienten angewendet werden können. Innerhalb von kurzer Zeit ist es damit möglich, einen Elektroschock auszulösen, der Menschenleben retten kann.
Funktionsweise
Die Handhabung des handtaschengroßen Gerätes ist einfach, man muss lediglich genau der Anleitung folgen: Das Gerät führt den Anwender mit Sprachbefehlen durch die Bedienung, die aus zwei
Tastendrücken besteht. Diese akustischen Anweisungen werden des öfteren wiederholt, falls Sie diese trotzdem nicht verstehen können, so können Sie sich an den blickenden Symbolen und der Kurzanleitung orientieren. Nach dem Einschalten fordert das Gerät den Anwender auf, zwei handtellergroße Elektroden auf den freien Oberkörper des Bewusstlosen zu kleben. Achten Sie bitte darauf ob Sie ein Kind oder einen Erwachsenen vor sich liegen haben - Manche Modelle setzen Steckkarten etc. für die Unterscheidung voraus! Danach analysiert das Gerät den Herzrhythmus und stellt fest, ob ein Kammerflimmern vorliegt und ob ein Schock notwendig ist. Innerhalb von wenigen Sekunden, wenn ein Schock notwendig ist, gibt das Gerät die Anweisung „Schock empfohlen". Durch das Drücken einer Taste wird der Elektroschock ausgelöst. Dabei muss man darauf achten, dass niemand – vor allem nicht der Helfer selbst – den Bewusstlosen berührt. Durch Sprachdurchsagen wird jedoch ausführlich auf diese Gefahr hingewiesen. Nach erfolgtem Schock überprüft das Gerät wiederum die Herzaktion. War der erste Schock erfolglos, wird ein weiterer Schock empfohlen (insgesamt zwei Mal). Danach wird der Helfer aufgefordert, den Puls zu messen und eventuell mit der Herzmassage fortzufahren. Das Gerät erkennt auch automatisch, wenn kein Elektroschock ausgelöst werden soll/ kann (z. B. wenn absolut keine Herzaktivität mehr vorliegt). Bringen Sie den Patienten falls möglich nach erfolgreicher Defibrilation in die Stabile Seitenlage und warten Sie auf das Eintreffen der Rettungseinheiten.
Es gibt bereits verschiedene Modelle von mobilen externen Defibrilatoren, aber die Grundfunktion ist meistens die selbe:
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Beispiel: Philips HeartStart FRx
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Hinweis:
Es gibt voll- und halbautomatische Defibrilatoren. Vollautomatische Geräte lösen automatisch den Elektroschock aus und halbautomatische erfordern das manuelle Auslösen des Schockes.

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| Risikofaktoren die Herzinfarkt begünstigen |
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- Alter
- Stress
- Übergewicht
- Bluthochdruck
- Fehlernährung
- Nikotinkonsum
- Zuckerkrankheit
- Bewegungsmangel
- zu hohe Cholesterinwerte
Ob der regelmäßige Konsum von wenig Alkohol das Herzinfarktrisiko senkt, ist umstritten. Beim übermäßigem Alkoholkonsum jedenfalls steigt das Risiko von Herzinfarkten und anderen schweren Erkrankungen.
Mehr Informationen zu diesem bzw. anderen Erste Hilfe Notfällen finden Sie unter: http://de.wikibooks.org/wiki/Erste-Hilfe

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