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| Verhalten bei Absturz in Gruben und Schächte |
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Die Rettung
Wenn möglich, Rettung mit Hilfe einer Leiter durchführen. Ist die abgestürzte Person bei Bewusstsein und kann sich selbst anleinen, ist auch die Rettung durch Hochziehen mit einem Seil, eventuell mittels „Leiterwinde“, rasch durchzuführen.
Gefahren für den Verletzten während der Bergung
Vorsicht beim Auf-/ Abseilen!
Eine besondere Gefährdung für die verletzte, bewusstlose Person liegt vor, wenn diese im Gurt frei hängt. Bei regungslosem Hängen im Gurt tritt der Tod durch Aufstauung des Blutes durch die Beinschleifen innerhalb kürzester Zeit (15-20 Minuten) auf!!! Daher so rasch wie möglich wieder entlasten!
Mögliche Gefahren durch zu langes (regungsloses) Hängen im Gurt
- Thromboseerscheinungen
- Lungen- und Hirnembolie
- Tod
Das Abseilen zum Zweck der Hilfeleistung sollte nur von den Rettungsorganisationen (Feuerwehr, Rettung) mit dem dafür geeigneten Gerät durchgeführt werden.
Besonders kritische Situationen
Besondere Vorsicht ist bei Unfällen in Schächten, Tanks und Silos und Klärgruben geboten. Durch die gegebene Geometrie erfolgt bei fehlender Belüftung nur ein sehr schwacher bis gar kein Gasaustausch. Dadurch ergeben sich vor allem Vergiftungs- sowie Erstickungsgefahren durch Atemgifte wie:
- Rückstände (z.B. Treibstofftanks)
- Faulgase
- Kohlenmono- und dioxyd
- Methangas
- Schwefelwasserstoff
- Ammoniak
- Und vieles mehr…
Achtung:
Eine nicht zu unterschätzende Gefahr bergen Weinkeller und ähnlich schlecht belüftete Räume (akuter Sauerstoffmangel, Kohlenmonoxid- bzw. Kohlendioxydbildung).
Besteht nur der geringste Verdacht auf eine Gefahr durch Atemgifte bei der Bergung der verletzten Person, ist zwingend auf Einsatzkräfte zu warten. Keine Rettung durchführen, Selbstschutz geht vor!
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