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| Verhalten im Fettbrand |
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Trotz vieler Warnungen und Aufklärungsarbeiten der Feuerwehr passiert es im ersten Schreck leider immer wieder. Aus irgendwelchen Grund gerät ein mit Fett oder Öl gefülltes Gefäß in Brand. Leider greifen immer wieder Menschen in diesem Schock-ähnlichen Zustand zum falschen Löschmittel.
Es wird versucht, mit Wasser zu löschen ! Das kann tödlich sein ! Heißes Fett wird dabei großflächiger verteilt, der hinzukommende Sauerstoff facht die Flammen erst richtig an, es kommt zu einer explosionsartigen Durchzündung ! Mit etwas Glück wird außer der Pfanne nur die komplette Küche samt Mobiliar in Flammen gesetzt - mit etwas Pech fängt auch Ihre Kleidung Feuer.
Bringen Sie auch kein tropfnasses Bratgut in heißes Fett ein, da durch das ausspritzende Öl Brand- und Verletzungsgefahr besteht.
Hände weg vom Wasser !!!
Löschen Sie ein brennendes Fett keinenfalls mit Wasser, sondern ersticken Sie es mit einem Deckel, einem Feuerlöscher für Fettbrände ( Löscheffekt: Verseifung ) oder noch besser mit einer Feuerdecke. Dadurch wird die Sauerstoffzufuhr gekappt und das Feuer erstickt nach kurzer Zeit. Diese Löschdecken sind im Fachhandel für 15.- bis 30.- Euro erhältlich und sollten jederzeit griffbereit in jeder Küche hängen. Im Notfall kann man hiermit auch brennende Personen ablöschen.

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| Fettbackgeräte und Friteusen |
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Fettbackgeräte und Friteusen sind Geräte zum Fritieren der Speisen in heißem Fett oder Öl. Sie kommen heute in einer Vielzahl von Betrieben, in Imbissbetrieben, Großküchen, Hotel- und Restaurantküchen, Kantinen, Backbetrieben/Bäckereien und im ambulanten Gewerbe auf Jahrmärkten vor. Bei diesem Garverfahren werden die Speisen schwimmend im heißen Fett/Öl zubereitet.
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Das Fettbackgerät hat ein großflächiges, niedriges Becken, das in der Regel elektrisch beheizt wird. Die Heizelemente befinden sich ca. 20 mm über dem Beckenboden. Sie werden überwiegend für Lebensmittel mit geringem Wasseranteil eingesetzt. |
| Die Friteuse hat gegenüber dem Fettbackgerät ein kleinflächigeres tiefes Becken, das elektrisch oder gasbeheizt wird. In ihr werden überwiegend Lebensmittel mit höherem Wasseranteil thermisch behandelt. Oberhalb des Beckens befindet sich ein Schaumrand. Dieser Schaumrand nimmt die Volumenvergrößerung beim Schäumen (fritieren wasserhaltiger Speisen) des Fettes/Öles auf. |
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Die Temperaturen des Öl-/Fettbades liegen zwischen 140 und 180 Grad Celsius. Frittiergeräte sind zwar mit einem Thermostat ausgerüstet, dürfen aber trotzdem nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Durch technische Defekte (Ausfall des Regelthermostaten oder des Temperaturbegrenzers) kann es zu einer Überhitzung des Fettes/Öles kommen. Dieses kann sich bei Überhitzung selbst entzünden und so zu einem Fettbrand führen. Altes Fett ist leichter entzündbar als frisches, daher erhöht ein öfterer Fettwechsel die Brandsicherheit. |
Fettbrände sind die häufigste Ursache für Küchenbrände.
Überhitztes Fett kann, wie bereits gelesen, zur Selbstentzündung führen. Wenn man ein handelsübliches Frittierfett auf seinen Zündpunkt von 300 Grad erhitzt, kommt es zu einer Selbstentzündung. Wird dann beim Löschen das falsche Löschmittels "Wasser" angewandt, kommt es zu einer so genannten "Fettexplosion".

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| Fettexplosion |
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Das auf das heiße und brennende Fett aufgebrachte Wasser verdampft explosionsartig. Mit dem Übergang des Wassers vom flüssigen Zustand in die Dampfphase, erfolgt eine riesige Volumenausdehnung, die brennende Fettteile mit in die Luft zieht. Aus 1 Liter Wasser können bis zu 1.700 Liter Dampf entstehen. Diese Menge an Dampf vergrößert die Verbrennungsoberfläche um ein vielfaches und führt so zu einer noch besseren Verbindung von brennbaren Stoffen mit Sauerstoff. Resultate daraus sind riesige Stichflammen und meist schwere Verbrennungen.

Der Dunstzug brennt
Im Laufe der Zeit hat sich das Vlies des Dunstabzuges mit Fettteilchen aus den Dünsten von Tagen, Wochen und Monaten vollgesogen. Die Dämpfe aus den Kochtöpfen haben die Zündtemperatur für das Fett erreicht, sich selbstentzunden und zu einem Fettbrand geführt Wenn rasch und vor allem richtig gehandelt wird, stellt dies kein Problem dar. Sollte jedoch mit Wasser gelöscht worden sein oder die Flammen bereits eine erachtliche Höhe erreicht haben, sollte stets Vorsicht herrschen, denn möglicherweise wurde ebenfalls der Dunstabzug in Brand gesetzt. Falls dies der Fall sein sollte, so wird bald der Schacht und die darüber eingebauten Küchenkästchen in Flammen stehen und zu einem Küchenbrand ausarten.
Daher sind Dunstabzüge regelmäßig mit geeigneten Mitteln zu reinigen. Sollte der Filter gewechselt werden müssen, ist darauf zu achten, dass dieser fachgerecht entsorgt wird. Das darauf befindliche Fett ist bereits sehr alt und leichter brennbar als neues!

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| Richtiges Verhalten |
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| 1.) |
Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie nicht in Panik zu geraten |
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Legen Sie bereits zu Kochbeginn einen zum Topf passenden Deckel bereit, so dass Sie das Feuer schnell und einfach ersticken können. |
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Bekämpfen sie den Brand am besten durch Abdecken der Pfanne mit einem Deckel oder einer Löschdecke. Schieben Sie den Deckel seitlich auf die Pfanne oder den Topf. Wenn Sie ihn von oben drauflegen, könnten Sie sich Verletzungen zuführen. |
| 3.) |
Schalten Sie den Herd aus, damit das Öl oder Fett abkühlen kann. |
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Heben sie den Deckel nicht wieder auf, um nachzusehen ob das Feuer schon erloschen ist. Das Öl könnte noch immer so heiß sein, dass es bei einer plötzlichen Sauerstoffzufuhr zu einer Rückzündung kommt. |
| 4.) |
Rufen Sie die Feuerwehr ( Notruf 122 ), auch wenn keine Flammen mehr zu sehen sind; es könnten in der Decke oder der Dunstabzugshaube noch Glutnester vorhanden sein, die eine schleichende Gefahr darstellen. |

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| Demo einer Fettexplosion |
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Wir möchten Ihnen kurz zeigen was passiert wenn man brennendes Fett mit Wasser löscht.
- ca. 0,5 Liter Speiseöl wird in einem Topf bis zur Entzündung erhitzt.
- Am Topf wird eine Vorrichtung mit ca. 0,25 Liter Wasser angebracht.
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Falsche Vorgangsweise: |
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Richtige Vorgangsweise: |
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| Löschversuch mit Wasser |
Löschversuch durch Ersticken |
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- Was passiert, wenn man versucht, das brennende Fett/Öl mit Wasser zu löschen?
- Die 0,25 Liter Wasser werden über das brennende Fett geleert. |
- Den Brand durch zudecken mittels Deckel, Löschdecke, Bücher etc. zu ersticken.
- Herd abschalten.
- Warten bis der Topf oder die Pfanne abgekühlt ist um eine wiederentzünden zu vermeiden. |
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Lesen hier mehr zum Thema: Einsatz_in_der_Kueche.pdf ( 170KB )

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